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Am 28. Mai findet jedes Jahr der Tag der Menstruationsgesundheit statt. Ein Tag, der eigentlich selbstverständlich sein sollte — und doch immer noch Mut braucht. Denn obwohl die Menstruation ein biologisch normaler, gesunder Vorgang ist, wird sie gesellschaftlich häufig wie ein Geheimnis behandelt.
Dabei geht es längst nicht nur um Hygiene. Menstruationsgesundheit betrifft Gesundheit, Bildung, Gleichstellung und sogar Menschenrechte. Und genau deshalb lohnt es sich, hinzuschauen: Warum ist etwas so Natürliches noch immer tabu?
Die Geschichte des Menstruationstabus
Das heutige Schweigen rund um die Menstruation ist kein Zufall. Es hat eine lange Geschichte — geprägt von Mythen, Fehlinformationen und medizinischen Fehlannahmen.
Über Jahrhunderte hielt sich beispielsweise der Glaube, Menstruationsblut sei giftig. Antike Gelehrte verbreiteten die Vorstellung, menstruierende Frauen könnten Pflanzen schädigen oder Lebensmittel verderben. Noch im Jahr 1920 behauptete der Wiener Arzt Béla Schick, ein sogenanntes „Menotoxin“ nachgewiesen zu haben, das Blumen schneller welken lasse.
Erst 1958 konnte wissenschaftlich gezeigt werden, dass dieses angebliche Gift nicht existiert. Der Mythos war widerlegt — doch gesellschaftlich blieb seine Wirkung bestehen. Noch heute finden sich indirekte Spuren dieser Ideen in Aussagen wie:
Auch die antike Medizin trug zum Tabu bei. Unter dem Begriff Hysterie wurden Beschwerden lange Zeit mit der Gebärmutter verknüpft. Die Vorstellung einer „wandernden“ oder kranken Gebärmutter prägte über Jahrhunderte das Bild weiblicher Emotionalität und verstärkte gesellschaftliche Kontrolle über den weiblichen Körper.
Aus medizinischen Irrtümern wurde ein kulturelles Schweigen.
Warum dieses Tabu bis heute schadet
Das Tabu rund um die Menstruation wirkt bis heute nach. Historische Vorstellungen von Unreinheit und Scham prägen noch immer unseren Umgang mit dem Thema. Viele Menschen lernen früh, dass man über die Periode nicht offen spricht, Produkte versteckt und Beschwerden herunterspielt. Die Folgen sind real: Menstruationsstigma kann die psychische Gesundheit beeinflussen, dazu führen, dass Jugendliche Schule oder soziale Aktivitäten meiden, und Betroffene davon abhalten, medizinische Hilfe zu suchen. Wird ein natürlicher Körperprozess mit Scham verbunden, entsteht Unsicherheit — und diese verhindert Wissen, Selbstbestimmung und Gesundheit.
Warum wir die Menstruation feiern sollten
Dabei ist die Menstruation weit mehr als eine monatliche Blutung. Sie ist ein wichtiges Vitalzeichen des Körpers. Ein regelmäßiger Zyklus zeigt, dass Hormone, Eisprung, Stoffwechsel und Stresssystem im Gleichgewicht arbeiten und der Körper ausreichend versorgt ist. Besonders wichtig: Schmerzen sind nicht normal. Starke Periodenschmerzen sind ein Signal, genauer hinzusehen. Die Menstruation zu feiern bedeutet daher nicht, Beschwerden zu romantisieren, sondern Gesundheit sichtbar zu machen und den weiblichen Körper ernst zu nehmen.
Fazit:
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