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Zyklus Blog

In diesem Blog dreht sich alles um deinen Zyklus, dein Wohlbefinden und deine Karriere. Wir liefern dir Informationen, die auf aktuellen Studien und zahlreichen Gesprächen mit Expert*innen basieren.

Fasten – aber zyklusorientiert

2016 erhielt Yoshinori Ohsumi den Nobelpreis für Medizin für seine Forschung zur Autophagie. Dabei handelt es sich um einen zellulären Recyclingprozess: Zellen bauen beschädigte oder überflüssige Bestandteile ab und verwerten sie neu. Fasten gilt als einer der stärksten Reize, um diesen Prozess zu aktivieren, da der Körper in Phasen ohne Nahrungszufuhr verstärkt auf interne Ressourcen zurückgreift.

Studien zeigen, dass Fasten die Autophagie auch beim Menschen stimulieren kann. Für Frauen ist die Datenlage jedoch begrenzt, da Fasten direkt in den sensiblen Hormonhaushalt eingreifen kann. Eine zyklusorientierte Betrachtung kann daher sinnvoll sein.

Fastentipps in den Zyklusphasen

Welche Fastenform ist sinnvoll?

Die bekannteste Form ist das Intervallfasten, insbesondere die 16:8-Methode (16 Stunden Fasten, 8 Stunden Essensfenster). Für gesunde Frauen kann gelegentliches Fasten grundsätzlich unproblematisch sein. Liegen jedoch Symptome wie ausgeprägtes PMS, starke Stimmungsschwankungen, Zyklusunregelmäßigkeiten oder andere hormonelle Dysbalancen vor, sollte auf strenges Fasten verzichtet werden. Der weibliche Organismus kann sensibel auf Stress reagieren – und Essenspausen bedeuten für den Körper evolutionär Stress.

Fasten im Zyklus: Eine Frage des Timings

In der frühen bis mittleren Follikelphase scheint Fasten für viele Frauen am besten verträglich zu sein. Studien mit 72-stündigem Fasten in dieser Phase zeigen keine Beeinträchtigung von Follikelentwicklung, Ovulation oder Zykluslänge, obwohl sich die LH-Dynamik verändert. Subjektive Berichte deuten darauf hin, dass Fasten in dieser Phase häufig leichter fällt. Dies entspricht dem hormonellen Profil: Die Insulinsensitivität ist erhöht, der Östrogenspiegel steigt an, und Energie sowie mentale Klarheit werden oft als stabiler wahrgenommen.

In der Lutealphase reagiert der Körper hingegen häufig sensibler auf Stress. Längere Esspausen können den Cortisolspiegel zusätzlich erhöhen und Symptome wie Reizbarkeit, Heißhunger oder Schlafstörungen verstärken. Besonders in der Woche vor der Menstruation kann strenges Intervallfasten kontraproduktiv sein. Eine Reduktion auf ein moderates 12:12-Schema oder eine bewusste Fastenpause kann in dieser Phase sinnvoller sein.

Während der Menstruation stehen Regeneration und Stabilisierung im Vordergrund. Der Körper ist hormonell und physiologisch bereits stark gefordert. Zusätzlicher Stress durch längere Nahrungskarenz ist in den meisten Fällen nicht empfehlenswert. Regelmäßige, nährstoffreiche Mahlzeiten unterstützen in dieser Phase Energie, Hormonbalance und allgemeines Wohlbefinden besser als restriktive Ernährungsformen.

In jedem Fall ist es entscheidend, die Signale des eigenen Körpers ernst zu nehmen – denn nachhaltige Gesundheit entsteht nicht durch Disziplin, sondern durch achtsame Selbstwahrnehmung und kluge Anpassung. Längeres Faten und wenn Vorerkrankungen vorliegen sollte in jedem Fall mit medizinischem Personal abgeklärt werden.

Fazit:

  • Fasten kann Autophagie und zelluläre Erneuerungsprozesse fördern, sollte bei Frauen jedoch stets im hormonellen Kontext betrachtet werden
  • Eine zyklusorientierte Anpassung – mit mehr Zurückhaltung in stresssensiblen Phasen – unterstützt die hormonelle Balance
  • Bei Zyklusstörungen oder hormonellen Beschwerden sollte Fasten pausiert werden, da der Menstruationszyklus ein sensibles Feedbacksystem des Körpers ist

3 Tipps für zyklusorientiertes Fasten:

Tipps für zyklusorientiertes Fasten

Quellen: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5240711/ , https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11334904/ , https://prekure.com/blog/lifestyle-health-science/fasting-for-women-guide/

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